Super-Schnäppchen: Mindestens 50 % reduziert

Winterstiefel

Zum Ratgeber ↓

Gefütterte Stiefel für Stadt, Wanderweg und Tiefschnee. Es zählt, ob du gehst oder stehst, wie nass es wird und wie hoch der Schnee liegt.

Ratgeber

Winterstiefel

Welcher Winterstiefel passt, hängt an deiner Bewegung: Beim Gehen genügen meist 200 g Isolierung, beim langen Stehen brauchst du mehr Futter oder einen Innenschuh zum Herausnehmen. Wasserdicht, griffig und höher als der Schnee sollte er immer sein.

Welcher Winterstiefel passt?

Sohle eines schwarzen Columbia-Winterstiefels von unten mit tiefem, grobem Profil
Ein tiefes Profil greift im Schnee. Auf vereisten Wegen helfen Grödel.
  • Wie viel Isolierung brauche ich?

    200 g in Bewegung

    Mehr dazu

    200 g Isolierung reichen meist, solange du gehst. Stehst du lange am Christkindlmarkt, nimm 300 bis 400 g oder einen Innenschuh. Gemeint ist das Futtergewicht je Quadratmeter, ein Herstellerrichtwert.

  • Wie verlässlich sind −32 °C am Etikett?

    Nur ein Richtwert

    Mehr dazu

    Temperaturangaben wie −32 °C oder −40 °C bestimmt jeder Hersteller selbst. Wie warm dein Winterstiefel wirklich ist, hängt auch an Durchblutung, Socken und Passform.

  • Gummischale oder Membran?

    Nässe entscheidet

    Mehr dazu

    Im Schneegatsch bleibt der Fuß in einer Gummischale trocken. Wer länger geht, nimmt eine Membran wie Gore-Tex: Sie hält dicht und lässt Schweiß als Wasserdampf hinaus.

  • Low, Mid oder High Cut?

    Höher als der Schnee

    Mehr dazu

    Low Cut endet unter dem Knöchel, das genügt am geräumten Gehsteig. Mid Cut bedeckt den Knöchel. High Cut reicht höher, bei Schneestiefeln bis zur Wade, und ist für Tiefschnee gedacht.

  • Was hilft auf Eis?

    Profil und Grödel

    Mehr dazu

    Tiefes Profil greift im Schnee, Mischungen wie Vibram Arctic Grip sind laut Hersteller für nasses Eis gemacht. Am vereisten Weg ziehst du Grödel über, das sind Zacken für die Sohle.

  • Wie soll ein Winterstiefel sitzen?

    Fest an der Ferse

    Mehr dazu

    Die Ferse sitzt fest, die Zehen haben mit Wintersocken noch Spiel. Drückt der Winterstiefel, leidet die Durchblutung und die Füße kühlen aus.

Welche Bauart für welchen Winter?

  • Gefütterter Freizeitstiefel

    Dachstein Frieda GTX, brauner Schnürstiefel mit Lodenkragen

    Für Stadt, Arbeitsweg und kurze Wege.

    • Vorteil: Leicht
    • Vorteil: Schnell angezogen
    • Nachteil: Wenig Schaft
    • Nachteil: Für langes Stehen zu dünn
  • Winterwanderstiefel

    Dolomite Tamaskan 1.5 in Schwarz und Grau, hoher Winterstiefel mit Reißverschluss

    Für geräumte Wege und Schneeschuhtouren.

    • Vorteil: Feste Profilsohle
    • Vorteil: Halt am Knöchel
    • Vorteil: Membran
    • Nachteil: Wärmt im Stehen weniger als ein Schneestiefel
  • Schneestiefel mit Innenschuh

    Kamik Nation Plus, Schneestiefel mit braunem Wildlederschaft und schwarzer Gummischale

    Für tiefen Schnee, Schlitten und langes Stehen.

    • Vorteil: Gummischale
    • Vorteil: Hoher Schaft
    • Nachteil: Schwer und weich, für lange Wanderungen ungeeignet
  • Kinder-Winterstiefel

    Kamik Southpole 4 in Dunkelblau mit Gummischale und Schnellschnürung

    Für Schulweg, Rodelhügel und Garten.

    • Vorteil: Hoher Schaft
    • Vorteil: Wasserdicht
    • Nachteil: Füße wachsen: im Winter nachmessen
TypEinsatzStark beiGrenze
Gefütterter FreizeitstiefelStadt, Öffis, kurze Wegeleicht, rasch angezogen, rund 100 g Isolierungniedriger Schaft, im Stehen bald kalt
WinterwanderstiefelWinterwanderwege, Schneeschuhtourenfeste Profilsohle, knöchelhoch, Membranweniger Futter als ein Schneestiefel
Schneestiefel mit InnenschuhTiefschnee, Rodelbahn, langes StehenGummischale, hoher Schaft, Herstellerangaben wie −40 °Cschwer und weich, nichts für lange Touren
Kinder-WinterstiefelSchulweg, Rodelhügel, GartenKlett, hoher Schaft, wasserdichtFüße wachsen: Innenlänge nachmessen

Damen-Winterstiefel entstehen meist auf schmäleren Leisten und sitzen an Ferse und Ballen enger. Herren-Winterstiefel sind breiter geschnitten, Kinder-Winterstiefel schließen oft mit Klett. Es zählt, was am Fuß passt.

Wie messe ich die richtige Größe?

Zwei graue Kinder-Winterstiefel mit pinkfarbenen Details von oben, Blick auf das Futter und den Schaftabschluss mit Kordelzug
Kinderschuhe sollen 12 bis 17 mm länger sein als der Fuß.

So gehst du vor

  1. Am Nachmittag messen. Über den Tag werden Füße etwas größer. Miss am Nachmittag oder Abend im Stehen, mit den Socken für den Winter.
  2. Innenlänge prüfen. Kinderschuhe sollen laut dem österreichischen Forschungsprojekt „Kinderfüße-Kinderschuhe“ 12 bis 17 mm länger sein als der Fuß. Verlass dich nicht auf die Größe am Etikett. Miss innen nach.
  3. Ein paar Stufen gehen. Geh eine Treppe hinunter. Die Zehen dürfen vorn nicht anstoßen, die Ferse soll unten bleiben.

Mit 17 mm Spielraum passt ein Kinder-Winterstiefel laut dem Forschungsteam etwa fünf Monate, gerechnet mit 1 mm Wachstum im Monat. Das reicht ungefähr von November bis in den März. Den Stiefel vom Vorjahr misst du nach, bevor ihn heuer das jüngere Geschwisterkind bekommt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Fürs Gehen reichen meist 200 g Isolierung, fürs Stehen mehr.
  • Temperaturangaben legt jeder Hersteller selbst fest.
  • Mit Wintersocken müssen sich die Zehen noch bewegen lassen.

Häufige Fragen

Reicht ein Winterstiefel zum Winterwandern?

Auf präparierten Winterwanderwegen ja, wenn er knöchelhoch und wasserdicht ist und eine Profilsohle hat. Für steilere Wege in Tirol oder in Vorarlberg nimmst du feste Bergschuhe und packst Grödel ein. Sehr weiche Schneestiefel sind dafür nicht gemacht.

Welche Schuhe brauche ich zum Schneeschuhwandern?

Der Österreichische Alpenverein nennt wasserdichte, knöchelhohe Bergwanderschuhe mit guter Profilsohle und Isolierung, dazu Gamaschen. Ein Winterwanderstiefel mit diesen Merkmalen passt also. Zur Planung gehören laut Alpenverein Wetterbericht und Lawinenlagebericht.

Dicke Socken oder zwei Paar?

Ein Paar dicke, gut sitzende Socken, am liebsten aus Merinowolle. Wird es im Winterstiefel eng, leidet die Durchblutung und er wärmt schlechter. Probier deshalb immer mit den Socken, die du im Jänner wirklich trägst.

Wie pflege ich Winterstiefel aus Leder?

Schmutz abbürsten. Was festsitzt, löst du unter fließendem Wasser, nie mit heißem. Im Zimmer trocknen, nicht am Heizkörper, dann wachsen. Ohne Pflege trocknet Leder aus und bekommt Risse. Nasse Stiefel mit Membran stopfst du mit saugfähigem Papier aus. Zeitungspapier nimmst du laut Hanwag nicht.

Kann ich Steigeisen an Winterstiefel schnallen?

In aller Regel nein. Steigeisen brauchen eine steife Sohle, sonst können sie sich lösen. Dafür gibt es Bergstiefel, die als steigeisenfest ausgewiesen sind. Am vereisten Wanderweg reichen Grödel.

Stand: Oktober 2026

Keine Produkte passen zu diesen Filtern.
1 2 3