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Outdoor-Jacken

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Jacken für draußen, von Hardshell bis Parka. Zuerst klärst du: Soll sie Nässe abhalten oder wärmen, und wie viel bewegst du dich darin?

Ratgeber

Outdoor-Jacken

Bei Regen hilft eine Hardshell ab 10.000 mm Wassersäule, bei Kälte eine Jacke mit Daune oder Kunstfaser, bei trockenem Wetter und Bewegung eine Softshell. Alles in einer Jacke geht nur mit Abstrichen. Zwei Jacken, die übereinander passen, bringen dich vom Herbst bis ins Frühjahr.

Was muss eine Outdoor-Jacke können?

Drei Wandernde in roter, blauer und rosafarbener Jacke steigen zwischen Felsen durch einen Wald
Zwei Jacken, die sich schichten lassen, decken fast das ganze Jahr ab.
  • Wie viel Wassersäule braucht eine Outdoor-Jacke?

    ab 10.000 mm

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    10.000 mm genügen zum Wandern, 20.000 mm für lange Bergtouren und starken Regen, 5.000 mm in der Stadt. Die Regenschutznorm EN ISO 24232 (davor EN 343) verlangt in der höchsten Klasse rund 2.000 mm.

  • Wann Hardshell, wann Softshell?

    Nass oder trocken

    Mehr dazu

    Hardshell bei Regen und Schnee: wasserdicht, Nähte verklebt. Softshell bei trockenem Wetter: elastisch und atmungsaktiver, aber nur wasserabweisend. Einen Schauer hält sie aus, Dauerregen nicht.

  • Was heißt 2, 2,5 oder 3 Lagen?

    Aufbau um die Membran

    Mehr dazu

    3 Lagen: Oberstoff, Membran und Futterstoff sind verklebt, die Membran liegt geschützt. 2,5 Lagen: Eine dünne Schutzschicht ersetzt das Futter und spart Gewicht. 2 Lagen: Das Futter hängt lose.

  • Daune oder Kunstfaser?

    Trocken: Daune

    Mehr dazu

    Daune liefert die meiste Wärme je Gramm und lässt sich klein packen. Nass verliert sie an Wärme. Kunstfaser wärmt auch feucht und trocknet rascher: die Wahl für Nebel, Schneeregen und Aufstieg.

  • Woran erkenne ich eine atmungsaktive Jacke?

    RET unter 13

    Mehr dazu

    Am RET-Wert, dem Widerstand gegen Wasserdampf. Je kleiner, desto besser: unter 6 gilt als sehr gut, 6 bis 13 als gut, über 20 als unbefriedigend. Lüftungszipps unter den Armen helfen zusätzlich.

Die Jackenarten im Vergleich

  • Hardshell- und Regenjacke

    Bergans Vatne 3L W Jacket in Schwarz, Hardshelljacke mit Kapuze

    Gegen Regen, Schnee und Sturm beim Wandern und am Berg.

    • Vorteil: Wasserdicht und winddicht
    • Vorteil: Verklebte Nähte
    • Nachteil: Wärmt nicht selbst
  • Softshelljacke

    Bergans Cecilie Mtn Softshell Jacket in Rot mit Kapuze

    Für Wandern, Klettern und Rad bei trockenem Wetter.

    • Vorteil: Elastisch
    • Vorteil: Sehr atmungsaktiv
    • Vorteil: Weist leichten Regen ab
    • Nachteil: Hält Dauerregen nicht stand
  • Daunenjacke

    Salewa Brenta RDS Down Jacket in Dunkelblau, gesteppt, mit Kapuze

    Für trockene Kälte, Pausen und den Alltag im Winter.

    • Vorteil: Viel Wärme je Gramm
    • Vorteil: Klein verpackt
    • Nachteil: Verliert nass an Wärme
  • Isolationsjacke (Kunstfaser)

    Helly Hansen Lifaloft Insulator Jacket in Schwarz, Isolationsjacke mit Steppmuster

    Für nasskaltes Wetter und unter der Hardshell.

    • Vorteil: Wärmt auch feucht
    • Vorteil: Trocknet schnell
    • Nachteil: Schwerer und größer verpackt als Daune
TypEinsatzStark beiGrenze
Hardshell & RegenjackenRegen, Schnee und Wind, im Tal wie am BergWasserdicht, winddicht, Nähte verklebtWärmt nicht, weniger atmungsaktiv als eine Softshell
SoftshelljackenWandern, Klettersteig, Radfahren bei trockenem WetterDehnbar, sehr atmungsaktiv, weist Schauer abKein Schutz bei Dauerregen
WindbreakerGipfelrast, Laufen, RadfahrenSehr leicht, kleines PackmaßNicht wasserdicht, kaum Wärme
DaunenjackenTrockene Kälte, Pausen, WinteralltagMeiste Wärme je GrammNass verliert Daune an Wärme
Isolationsjacken (Kunstfaser)Nasskalte Tage, Schicht unter der HardshellWärmt auch feucht, trocknet raschSchwerer und voluminöser als Daune bei gleicher Wärme
Frau und Mann in langen Mänteln stehen auf einem Holzsteg an einem Bergsee
Mäntel und Parkas decken Hüfte und Oberschenkel.

Vier weitere Unterkategorien sortieren nach Schnitt und Anlass. Doppeljacken bestehen aus Außenjacke und Innenjacke, die ein Reißverschluss verbindet. Du trägst sie zusammen oder einzeln. Mäntel & Parkas sind länger geschnitten und bedecken Hüfte und Oberschenkel.

Freizeitjacken passen in die Stadt und ins Büro. Strickjacken & Wolle wärmen als Zwischenschicht. Wolle nimmt bis zu 35 % ihres Gewichts an Feuchtigkeit auf, bevor sie sich nass anfühlt.

Welche Jacke für welchen Zweck?

Deine SituationUnsere Empfehlung
Wenn du die Jacke für Stadt, Schulweg und den Weg in die Arbeit brauchstGenügen 5.000 bis 10.000 mm und zwei Lagen. Die 3-Lagen-Hardshell mit 20.000 mm spielt ihre Stärke erst mit schwerem Rucksack und im Dauerregen aus.
Wenn du auf Almen in der Steiermark oder in Kärnten wanderstNimm eine leichte Regenjacke mit 10.000 mm mit und geh in Softshell oder Fleece. Der Wind macht viel aus: Bei 0 °C und 40 km/h liegt die gefühlte Temperatur bei −7 °C.
Wenn du in Tirol, Salzburg oder Vorarlberg auf Gipfel über 2.000 m gehstGehören 3-Lagen-Hardshell und Isolationsjacke in den Rucksack, auch im August. Pro 100 Höhenmeter sinkt die Temperatur im Schnitt um 0,65 °C. Der Alpenverein (ÖAV) empfiehlt Regen- und Kälteschutz auf jeder Bergwanderung.
Wenn du im Jänner viel im Freien stehst, am Eislaufplatz oder an der RodelbahnWärmt Daune oder ein Parka am besten. Gehst du selbst mit Schneeschuhen oder Rodel bergauf, nimm Kunstfaser. Sie wärmt auch dann, wenn du schwitzt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Gegen Regen: Hardshell ab 10.000 mm. Gegen Kälte: Daune.
  • Trocken trägst du Softshell, bei Regen Hardshell.
  • Zwei Jacken zum Schichten decken fast das ganze Jahr ab.

Häufige Fragen

Frau in heller und Mann in brauner Steppjacke vor einem historischen Gebäude in der Stadt
Wie wasche und imprägniere ich meine Regenjacke?

Bei 40 °C mit wenig Flüssigwaschmittel und ohne Weichspüler, so rät Gore für Gore-Tex-Jacken. Steht am Etikett etwas anderes, gilt das Etikett. Ist sie trocken, kommt sie 20 Minuten in den Trockner. Die Wärme frischt die Imprägnierung (DWR) auf. Perlt Wasser nicht mehr ab, hilft ein Imprägnierspray.

Wie weit soll eine Outdoor-Jacke sein?

So weit, dass die Schicht darunter Platz hat. Zieh zur Anprobe Fleece oder Isolationsjacke an und streck die Arme nach oben: Der Saum deckt noch den Hosenbund, die Ärmel reichen bis zum Handgelenk. Die Kapuze soll sich mitdrehen.

Was heißt PFC-frei bei einer Jacke?

Die Imprägnierung arbeitet ohne Fluorchemie (PFC, auch PFAS genannt). Wasser perlt weiterhin ab, du musst aber öfter auffrischen. Jacken, die ab 10. Oktober 2026 in der EU neu in den Handel kommen, dürfen die PFAS-Untergruppe PFHxA nur unter engen Grenzwerten enthalten (Verordnung (EU) 2024/2462).

Doppeljacke oder zwei einzelne Jacken?

Die Doppeljacke passt, wenn eine Jacke Regen und Kälte abdecken soll und du sie im Alltag und auf leichten Wanderungen trägst. Zwei einzelne Jacken sind flexibler: Die Hardshell kombinierst du je nach Tag mit Fleece, Kunstfaser oder Daune.

Stand: Oktober 2026

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