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Softshelljacken

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Dehnbare, wasserabweisende Softshelljacken, winddicht oder luftig. Es zählt, wie viel du schwitzt und wie viel Wind du abbekommst.

Ratgeber

Softshelljacken

An trockenen, windigen Tagen ist die Softshelljacke die richtige Außenschicht: Sie bremst oder stoppt den Wind, macht jede Bewegung mit und lässt Schweiß leichter hinaus als eine Regenjacke. Regendicht ist sie meist nicht. Gehst du flott bergauf, nimm sie ohne Membran. Stehst du viel im Wind, nimm sie mit.

Was muss eine Softshelljacke können?

Wanderin in mintgrüner Jacke und Schirmmütze auf einem Bergpfad, hinter ihr ein Mann in orangefarbener Jacke
Gehst du zügig, nimm die Softshelljacke ohne Membran.
  • Ab wann ist eine Softshelljacke winddicht?

    max. 5 l/m²/s

    Mehr dazu

    Winddicht heißt: Der Stoff lässt höchstens 5 Liter Luft je Quadratmeter und Sekunde durch. Mit Membran schaffen Softshelljacken das meist. Ohne Membran sind sie windabweisend und dafür luftiger.

  • Hält eine Softshelljacke Regen ab?

    Nur kurze Schauer

    Mehr dazu

    Kurze Schauer perlen an der Imprägnierung ab (DWR, die wasserabweisende Ausrüstung des Oberstoffs). Bei längerem Regen saugt sich der Stoff voll, und durch die unverklebten Nähte kommt Wasser.

  • Membran: ja oder nein?

    Je nach Tempo

    Mehr dazu

    Ohne Membran lüftet die Softshelljacke am schnellsten, das passt zum Aufstieg. Die Membran, eine hauchdünne Sperrschicht im Stoff, stoppt den Wind ganz. Dafür staut sich bergauf mehr Wärme.

  • Was macht der Wind mit der Temperatur?

    −5 °C wird zu −13 °C

    Mehr dazu

    Bei −5 °C und 30 km/h Wind fühlt sich die Luft wie −13 °C an, bei 0 °C wie −6 °C. Eine winddichte Softshelljacke hält diese Wirkung vom Oberkörper fern.

  • Mit Futter oder ohne?

    Meist ohne

    Mehr dazu

    Ohne Futter trägst du die Softshelljacke vom Frühjahr bis in den Herbst und im Winter über Fleece. Mit angerauter Innenseite spart sie die Zwischenschicht, wird im Aufstieg aber schnell zu warm.

Welche Softshell-Bauart passt?

  • Softshell ohne Membran

    Petrolfarbene Softshelljacke mit Kapuze

    Für zügige Aufstiege und Klettern, wenn es trocken ist.

    • Vorteil: Lüftet am schnellsten
    • Vorteil: Sehr dehnbar
    • Vorteil: Leicht
    • Nachteil: Nur windabweisend
    • Nachteil: Im Regen rasch nass
  • Softshell mit Membran

    Softshelljacke in Weinrot und Altrosa mit Kapuze

    Für Grat, Radweg und Alltag bei Wind.

    • Vorteil: Winddicht
    • Vorteil: Hält Schauer länger ab
    • Nachteil: Bergauf wärmer
    • Nachteil: Etwas steifer
  • Hybrid-Softshell

    Blaue Softshelljacke mit schwarzen Seiteneinsätzen und Kapuze

    Für Skitour, Langlauf und Rad.

    • Vorteil: Winddichte Front
    • Vorteil: Luftiger Rücken
    • Nachteil: Rücken und Achseln fast ohne Wetterschutz
  • Gefütterte Softshell

    The North Face Quest Hooded Softshell in Schwarz mit Kapuze

    Für kalte Tage mit wenig Anstrengung.

    • Vorteil: Wärmt ohne Zwischenschicht
    • Nachteil: Im Aufstieg und ab dem Frühjahr zu warm
TypEinsatzStark beiGrenze
Softshell ohne MembranFlottes Wandern, Klettern, Aufstieg bei trockenem WetterLüftet am besten, sehr dehnbar, leichtBremst den Wind nur, im Regen bald nass
Softshell mit MembranGrat, Gipfelrast, Rad, AlltagWinddicht, Schauer perlen länger abIm Aufstieg wärmer, weniger dehnbar
Hybrid-SoftshellSkitour, Loipe, RadVorne winddicht, am Rücken luftigRücken und Achseln kaum geschützt
Gefütterte SoftshellKalte Tage, wenig BewegungWarm ohne zweite SchichtBergauf und ab dem Frühjahr zu warm
Kinder-SoftshelljackenKindergarten, Schule, WandertagWeich, dehnbar, bis Größe 134 ohne Kordeln an Kapuze und Hals (EN 14682)Kein Ersatz für die Regenjacke

Alle Bauarten gibt es in drei Schnitten. Damen-Softshelljacken sind tailliert und an der Schulter schmaler. Herren-Softshelljacken fallen gerader aus und haben längere Ärmel. Bei Kinder-Softshelljacken zählt die Körpergröße in Zentimetern, das Alter hilft wenig.

Welche Softshelljacke wofür?

Frau in hellgrüner Jacke und Kappe trägt ein rotes Kletterseil über felsiges Gelände
Die Softshelljacke dehnt sich mit.
Deine SituationUnsere Empfehlung
Wenn du die Jacke vor allem in der Stadt und am Weg in die Arbeit trägst,Nimm ein winddichtes Modell mit Kapuze, das über die Hüfte reicht. Für den Platzregen brauchst du weiterhin eine Regenjacke.
Wenn du auf Almen und Hütten wanderst, im Salzkammergut oder in den Nockbergen,Genügt eine Softshelljacke ohne Membran. Hier reicht das einfachere Modell.
Wenn du im Karwendel am Grat oder in den Hohen Tauern am Gipfel stehst,Nimm eine winddichte Softshelljacke mit Kapuze, die über den Helm passt. Je 1.000 Höhenmeter wird es im Mittel rund 6,5 °C kälter.
Wenn du im Jänner Skitouren gehst oder auf die Loipe willst,Passt eine Hybrid-Softshell. Für Gipfelrast und Abfahrt kommt eine wärmere Jacke in den Rucksack.
Wenn Landregen angesagt ist,Lass die Softshelljacke daheim oder zieh eine Hardshell mit verklebten Nähten darüber.

Der Alpenverein schreibt in seinen zehn Empfehlungen zum Bergwandern: Regen-, Kälte- und Sonnenschutz gehören immer in den Rucksack. Die Softshelljacke ersetzt den Regenschutz also nicht. Du trägst sie, solange es trocken bleibt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Hält Wind und kurze Schauer ab, ist aber meist nicht wasserdicht.
  • Zügig unterwegs: ohne Membran. Oft im Wind: mit Membran.
  • Die Softshelljacke trägst du, die Regenjacke packst du ein.

Häufige Fragen

Softshell oder Hardshell: Was ist der Unterschied?

Die Hardshell hält Regen ab, die Softshelljacke bewegt sich mit und lüftet besser. Als Grenze zu wasserdicht nennt der Deutsche Alpenverein 1.300 mm Wassersäule, das ist Klasse 3 der Regenschutznorm EN ISO 24232 (früher EN 343). Dazu gehören versiegelte Nähte. Softshelljacken haben sie meist nicht.

Was ziehe ich unter die Softshelljacke an?

An milden Tagen ein Funktionsshirt, bei Kälte zusätzlich ein Fleece. Eine ungefütterte Softshelljacke hält den Wind ab, wärmt aber selbst kaum. Gefütterte Modelle haben die warme Schicht eingebaut.

Wie wasche ich eine Softshelljacke richtig?

Bei 40 °C mit wenig Flüssigwaschmittel, ohne Weichspüler. So gibt es Gore für seine Stoffe an. Nach dem Trocknen kommt die Jacke 20 Minuten bei milder Wärme in den Trockner, das frischt die Imprägnierung auf. Steht am Pflegeetikett etwas anderes, gilt das Etikett.

Was heißt PFAS-frei bei der Imprägnierung?

Der Imprägnierung wurden keine PFAS zugesetzt, also keine Fluorchemikalien. Laut Gore weist sie Öl schlechter ab und will öfter gepflegt werden. Ab 10. Oktober 2026 beschränkt die EU PFHxA, eine Untergruppe der PFAS, in neu auf den Markt gebrachter Bekleidung (Verordnung (EU) 2024/2462).

Stand: Oktober 2026

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