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Hardshell- und Regenjacken

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Hardshell- und Regenjacken vom Leichtgewicht bis zur 3-Lagen-Jacke fürs Hochgebirge. Es zählen Wassersäule, Atmungsaktivität und Lagen.

Ratgeber

Hardshell- und Regenjacken

Für Stadt und Wanderung genügt eine Hardshell-Jacke mit 10.000 mm Wassersäule und durchgehend getapten Nähten. Gehst du mit schwerem Rucksack ins Hochgebirge, greif zu 3 Lagen und 20.000 mm.

Was muss eine Hardshell können?

Frau mit Stirnlampe und hellgrüner Regenjacke blickt im Regen unter der aufgesetzten Kapuze nach oben
Die Kapuze sollte sich hinten und seitlich verstellen lassen.
  • Wie viel Wassersäule braucht eine Regenjacke?

    10.000 bis 20.000 mm

    Mehr dazu

    10.000 mm sind der Richtwert für Alltag und Wandern, 20.000 mm für Bergtouren mit Rucksack. Die Berufsnorm für Regenkleidung EN ISO 24232 (früher EN 343) verlangt in der höchsten Klasse rund 2.000 mm.

  • Woran erkenne ich eine atmungsaktive Hardshell?

    RET unter 13

    Mehr dazu

    Am RET-Wert. Er gibt an, wie stark der Stoff Wasserdampf bremst, kleiner ist besser. Als Richtwert gilt: bis 6 sehr gut, 6 bis 13 gut. Wer steil und schnell aufsteigt, nimmt einen Wert unter 6.

  • Was bedeuten 2, 2,5 und 3 Lagen?

    Schutz der Membran

    Mehr dazu

    Die Zahl beschreibt, was die Membran innen schützt: ein loses Futter (2 Lagen), ein dünner Schutzdruck (2,5 Lagen) oder ein fest verbundener Innenstoff (3 Lagen).

  • Reichen teilweise getapte Nähte?

    Nur für Schauer

    Mehr dazu

    Für kurze Schauer ja, für Dauerregen nein. Jede Naht durchsticht den Stoff, erst das Nahtband innen dichtet sie ab. Vollständig getapt bedeutet: jede Naht der Jacke.

  • Welche Details zählen am Berg?

    Kapuze, Zipps, Taschen

    Mehr dazu

    Eine Kapuze, die sich hinten und seitlich verstellen lässt und über den Helm passt. Dazu Zipps unter den Armen zum Lüften und Taschen, die über dem Hüftgurt des Rucksacks liegen.

Welche Bauart für welchen Zweck?

  • 2-Lagen-Jacke

    Hellgraue Regenjacke mit hellblauen Ärmeln, Kapuze und orangefarbenem Reißverschluss

    Für Alltag, Stadt und leichte Wanderungen.

    • Vorteil: Loses Futter innen, angenehm auf der Haut
    • Nachteil: Schwerer
    • Nachteil: Größeres Packmaß
  • 2,5-Lagen-Jacke

    Weinrote Regenjacke mit Kapuze

    Für Wandern, Rad, Laufen und als Reserve im Rucksack.

    • Vorteil: Leicht
    • Vorteil: Klein verpackt
    • Nachteil: Weniger robust als 3 Lagen
    • Nachteil: Innen schneller klamm
  • 3-Lagen-Jacke

    Rote Hardshelljacke von Helly Hansen mit Kapuze

    Für Bergtour, Klettersteig, Hochtour und Skitour.

    • Vorteil: Robust unter Rucksackgurten
    • Nachteil: Steifer im Griff
    • Nachteil: Für den Stadtweg mehr Jacke als nötig
  • Regenponcho

    Tatonka Poncho 2 in Olivgrün mit Kapuze

    Für Trekking und Radreise mit Gepäck.

    • Vorteil: Viel Luft von unten
    • Vorteil: Viele Modelle decken den Rucksack mit ab
    • Nachteil: Flattert im Wind
    • Nachteil: Nichts für Grat und Klettersteig
TypEinsatzStark beiGrenze
2-Lagen-JackeStadt, Alltag, kurze WanderungenLoses Futter, trägt sich weichMehr Gewicht, größeres Packmaß
2,5-Lagen-JackeWandern, Radfahren, Laufen, Notfalljacke im RucksackLeicht, klein verpackt, schnell zur HandWeniger robust als 3 Lagen, innen rascher klamm
3-Lagen-JackeBergtour, Klettersteig, Hochtour, SkitourOberstoff, Membran und Innenstoff fest verbunden, robust unter Rucksack- und KlettergurtSteifer. Für den Weg ins Büro mehr Jacke als nötig
Gefütterte RegenjackeKalte Regentage, Schulweg, HaltestelleWärmt ohne ZwischenschichtBergauf schnell zu warm, lässt sich schlecht schichten
RegenponchoWeitwandern und Radreise mit GepäckLuftig, viele Modelle decken den Rucksack mit abFlattert im Wind. Am Grat und am Klettersteig fehl am Platz

Alle Bauarten gibt es in drei Schnitten. Damen-Hardshelljacken fallen an Schulter und Taille schmaler aus und an der Hüfte weiter. Herren-Hardshelljacken sind gerader geschnitten und haben längere Ärmel. Bei Kinder-Hardshelljacken zählt die Körpergröße in Zentimetern. Bis Größe 134 haben Kinderjacken nach EN 14682 keine Kordeln an Kapuze und Hals.

Welche Jacke für welche Tour?

Mann in blauer und Frau in rosa-weißer Regenjacke mit aufgesetzten Kapuzen stehen im Wald
Der Österreichische Alpenverein rät: Regen- und Kälteschutz gehören immer in den Rucksack.
Deine SituationUnsere Empfehlung
Wenn du die Jacke für Regentage in Graz oder Innsbruck und den Weg ins Büro brauchstGenügt die günstigere 2-Lagen-Jacke mit 10.000 mm. Mehr Wassersäule merkst du zwischen Haustür und Straßenbahn nicht.
Wenn du am Wochenende wanderst, heuer im Salzkammergut, nächstes Jahr in den NockbergenNimm 2,5 Lagen mit kleinem Packmaß. Der Österreichische Alpenverein rät: Regen- und Kälteschutz gehören immer in den Rucksack.
Wenn du in Tirol oder Vorarlberg auf Klettersteig, Gletscher oder Skitour gehstNimm 3 Lagen, 20.000 mm und eine helmtaugliche Kapuze. Bei 0 °C und 40 km/h Wind liegt die gefühlte Temperatur bei −7 °C, und je 1.000 Höhenmeter wird es im Mittel rund 6,5 °C kälter.
Wenn du im Sommer bei Schwüle aufsteigst und leicht schwitztSchafft das keine Membran allein. Je wärmer und feuchter die Luft draußen ist, desto weniger Dampf geht durch. Öffne die Zipps unter den Armen, bevor du nass bist.

Das Wichtigste im Überblick

  • Wandern: 10.000 mm Wassersäule. Bergtour mit Rucksack: 20.000.
  • Beim RET-Wert ist kleiner besser: bis 6 sehr gut.
  • Für Dauerregen müssen alle Nähte getapt sein.

Häufige Fragen

Hand zieht den Klettverschluss am Ärmelbündchen einer blauen Hardshelljacke fest
Heb beim Anprobieren die Arme: Die Ärmel bedecken weiter das Handgelenk.
Wie wasche ich meine Hardshell?

So, wie es das Pflegeetikett vorgibt, meist bei 30 oder 40 °C. Wenig Flüssigwaschmittel, kein Pulver, kein Weichspüler. Gore nennt für Gore-Tex-Jacken 40 °C. Die trockene Jacke kommt danach noch 20 Minuten warm in den Trockner, wenn das Etikett es erlaubt. Die Wärme frischt die Imprägnierung auf.

Die Jacke saugt sich außen voll. Ist sie undicht?

Meist nicht. Dann lässt die Imprägnierung des Oberstoffs nach, kurz DWR (durable water repellent). Laut Gore bleibt die Membran dicht, die Jacke fühlt sich aber kalt und klamm an. Waschen, im Trockner erwärmen, und wenn Wasser dann nicht abperlt: nachimprägnieren.

Was bedeutet PFC-frei bei Regenjacken?

Die Imprägnierung enthält keine Fluorcarbone. Sie will öfter gepflegt werden: Nach Angaben von Rab müssen fluorcarbonfreie Imprägnierungen häufiger aufgefrischt werden. Regelmäßig waschen und danach prüfen, ob Wasser abperlt.

Hardshell oder Softshell?

Die Hardshell ist wasserdicht, die klassische Softshell nur wasserabweisend. Softshell dehnt sich dafür und ist atmungsaktiver. Sie reicht an trockenen, windigen Tagen. Für Dauerregen und Sturm brauchst du die Hardshell.

Wie soll die Jacke sitzen?

Sie geht über Fleece oder eine dünne Isolationsjacke, ohne an Schultern und Ellbogen zu spannen. Arme heben: Der Saum bleibt über der Hüfte, die Ärmel reichen bis zum Handgelenk.

Stand: Oktober 2026

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