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Skitourenjacken

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Skitourenjacken als Hardshell, Softshell oder Hybrid. Es zählen Atmungsaktivität, Gewicht und wie viel Wetter du erwartest.

Ratgeber

Skitourenjacken

Für Skitouren brauchst du eine leichte, ungefütterte Jacke, die viel Wasserdampf durchlässt. Die Wärme regelst du über Schichten: im Aufstieg Shirt und Jacke, am Gipfel dazu eine Isolationsjacke.

Was muss eine Skitourenjacke können?

Hand öffnet die Brusttasche einer pink-schwarzen Dynafit-Skitourenjacke
Hoch sitzende Taschen erreichst du auch, wenn der Hüftgurt des Rucksacks geschlossen ist.
  • Wie atmungsaktiv muss sie sein?

    RET bis 6

    Mehr dazu

    Im Aufstieg schwitzt du stundenlang. Der RET-Wert misst, wie stark ein Stoff Wasserdampf bremst: bis 6 gilt als sehr gut, 6 bis 13 als gut. Für Touren zählt der kleine Wert.

  • Gefüttert oder ungefüttert?

    Ungefüttert

    Mehr dazu

    Eine gefütterte Pistenjacke ist im Aufstieg zu warm und wird von innen nass. Tourenjacken haben kein Futter. Wärme bringt die Isolationsjacke, die du am Gipfel überziehst.

  • Hardshell, Softshell oder Hybrid?

    Nach Wetter

    Mehr dazu

    Eine Hardshell ist wasserdicht. Eine Softshell atmet besser und dehnt sich, hält aber nur Wind und leichten Schnee ab. Hybride verbinden beides an verschiedenen Stellen.

  • Welche Details zählen auf Tour?

    Taschen über dem Gurt

    Mehr dazu

    Brusttaschen, die du mit Hüftgurt erreichst, eine Kapuze über dem Helm und Belüftung unter den Armen. Ein langer Rücken bleibt bedeckt, wenn du dich in der Spitzkehre streckst.

  • Welche Farbe ist sinnvoll?

    Kräftige Farben

    Mehr dazu

    Im Gelände sieht man dich in einer kräftigen Farbe von weitem eher als in Schwarz oder Weiß. Das hilft Begleitern und Rettungskräften im Notfall.

Welcher Tourenjacken-Typ passt?

  • Hardshell (3 Lagen)

    Hardshell-Skitourenjacke in Petrol mit Kapuze

    Wasserdicht mit getapten Nähten, für jedes Wetter.

    • Vorteil: Dicht bei Schneefall und Sturm
    • Vorteil: Kapuze über dem Helm
    • Nachteil: Atmet weniger als Softshell
  • Softshell

    Softshell-Skitourenjacke in Pflaumenrot mit Kapuze

    Dehnbar und sehr atmungsaktiv, für stabiles Wetter.

    • Vorteil: Atmet sehr gut
    • Vorteil: Dehnt sich in der Spitzkehre
    • Nachteil: Nicht wasserdicht
  • Hybridjacke

    Hybrid-Skitourenjacke in Weiß, Blau und Dunkelblau mit gesteppten Einsätzen

    Wetterschutz vorne, Stretch an den Seiten.

    • Vorteil: Für viele Bedingungen
    • Vorteil: Schutz, wo er nötig ist
    • Nachteil: Nicht überall wasserdicht
  • Isolationsjacke

    Klättermusen Atle 3.0 Jacket in Dunkelgrau, gesteppte Isolationsjacke mit Kapuze

    Für Gipfel, Pause und Abfahrt bei Kälte.

    • Vorteil: Klein verpackt im Rucksack
    • Vorteil: Wärmt sofort
    • Nachteil: Im Aufstieg zu warm
TypEinsatzStark beiGrenze
Hardshell (3 Lagen)Jedes Wetter, Hochtouren, Wind am GratWasserdicht, winddicht, KapuzeAtmet weniger, steifer
SoftshellStabiles Hochdruckwetter, lange AufstiegeSehr atmungsaktiv, dehnbarNicht wasserdicht
HybridjackeWechselndes Wetter, TagestourenSchutz vorne, Stretch an den SeitenNicht überall dicht
IsolationsjackeGipfelpause, Abfahrt bei KälteWärmt sofort, klein verpacktIm Aufstieg zu warm

Damen-Skitourenjacken sind an Taille und Schultern schmaler, Herren-Skitourenjacken gerader geschnitten. Probier die Jacke mit dem Rucksack an, den du auf Tour trägst: Taschen und Saum dürfen nicht unter dem Hüftgurt verschwinden.

Wie ziehst du dich auf Tour an?

Skitourengeherin in pink-schwarzer Jacke mit Tourenski, Stöcken, Helm und Rucksack
Im Aufstieg reichen oft Funktionsshirt und eine leichte Jacke.

In vier Schritten

  1. Start. Am Parkplatz ziehst du Funktionsshirt und Tourenjacke an. Du darfst leicht frösteln, nach den ersten Höhenmetern wird dir warm.
  2. Aufstieg. Öffne Reißverschlüsse und Belüftung, bevor du schwitzt. Im Windschatten reicht oft das Shirt allein.
  3. Gipfel. Zieh sofort die Isolationsjacke über, noch bevor du die Felle abziehst. So hältst du die Wärme, die du hast.
  4. Abfahrt. Kapuze über den Helm, Reißverschlüsse zu. Bei Kälte bleibt die Isolationsjacke unter der Shell.

Vor jeder Tour liest du den Lawinenlagebericht deines Bundeslandes, für Tirol auf lawinen.report. Das LVS-Gerät trägst du am Körper unter der Jacke, Schaufel und Sonde im Rucksack.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ungefüttert und atmungsaktiv: RET bis 6 ist sehr gut.
  • Hardshell bei jedem Wetter, Softshell bei stabilem.
  • Isolationsjacke für Gipfel und Abfahrt einpacken.

Häufige Fragen

Kann ich meine Skijacke auf Tour tragen?

Für eine kurze Pistentour ja. Eine gefütterte Skijacke ist im Aufstieg aber zu warm, du schwitzt sie von innen nass und kühlst am Gipfel aus. Eine ungefütterte Tourenjacke mit Isolationsjacke im Rucksack passt besser.

Wie wichtig ist die Kapuze?

Bei Wind und Schneefall am Grat sehr wichtig. Sie muss über den Helm passen und sich so einstellen lassen, dass sie beim Drehen des Kopfes mitgeht.

Brauche ich eine eigene Jacke für Pistentouren?

Nein. Für den Aufstieg am Pistenrand reicht eine leichte Softshell- oder Hybridjacke. Halte dich an die Regeln des Skigebiets: Viele erlauben Pistentouren nur zu bestimmten Zeiten.

Wie pflege ich eine Tourenjacke?

Wasch sie bei 30 oder 40 °C mit wenig Flüssigwaschmittel und ohne Weichspüler, wie das Pflegeetikett es angibt. Bei Membranjacken frischt Wärme im Trockner auf niedriger Stufe die Imprägnierung (DWR) auf.

Wie groß soll die Jacke sein?

So groß, dass ein dünnes Fleece darunter passt und der Rücken beim Strecken bedeckt bleibt. Probier vor der ersten Tour aus, ob die Isolationsjacke darüber oder darunter passt.

Stand: Oktober 2026

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