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Skihandschuhe

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Fingerhandschuhe, Fäustlinge und beheizbare Modelle für Piste und Skitour. Es zählen Wärmelevel, Form und eine Membran bei nassem Schnee.

Ratgeber

Skihandschuhe

Auf der Piste bist du mit einem wasserdichten Skihandschuh im Wärmelevel Warm richtig. Bekommst du im Jänner am Sessellift rasch kalte Finger, greif zum Fäustling oder zu Extra Warm.

Welcher Skihandschuh passt zu mir?

Person zieht die lange Stulpe eines schwarzen Dreifinger-Handschuhs über den Ärmel einer blauen Jacke
Die lange Stulpe kommt über den Jackenärmel und wird zugezogen.
  • Fäustling oder Fingerhandschuh?

    Fäustling ist wärmer

    Mehr dazu

    Im Fäustling liegen die Finger beisammen, mehr Luft isoliert: Er wärmt mehr. Der Fingerhandschuh greift Stock und Zipp genauer. Der 3-Finger-Handschuh ist laut Hersteller Hestra der Mittelweg.

  • Light, Warm oder Extra Warm?

    Warm als Standard

    Mehr dazu

    Warm reicht für die meisten Pistentage. Extra Warm nimmst du für strengen Frost, Gletscher und lange Sesselbahnen, Light für Aufstieg und Frühjahrsfirn. Das Wärmelevel ordnet ein. Grad misst es nicht.

  • Wann brauche ich eine Membran?

    Bei Nässe immer

    Mehr dazu

    Bei Nassschnee und Schneeregen hält nur eine Membran wie Gore-Tex die Hand trocken. Dafür atmet sie etwas weniger. Ohne Membran passt ein Skihandschuh zu trockener Kälte, bei Dauernässe wird er nass.

  • Leder oder Textil außen?

    Leder braucht Balsam

    Mehr dazu

    Leder an der Innenhand gibt direkten Griff am Skistock. Es will Pflege: nach dem Trocknen Lederbalsam, nie in die Waschmaschine. Textil mit Membran ist unkomplizierter und reicht auf der Piste.

  • Stulpe über oder unter dem Ärmel?

    Drüber im Tiefschnee

    Mehr dazu

    Die lange Stulpe ziehst du über den Jackenärmel und machst sie zu, so bleibt Pulverschnee draußen. Die kurze steckt unter dem Ärmel, ist schlanker und genügt auf der präparierten Piste.

Welche Skihandschuhe gibt es?

  • Fäustlinge

    Level Patrol Mitten in Schwarz mit Stulpe

    Für kalte Lifttage, Kinder und schnell kalte Finger.

    • Vorteil: Die Finger wärmen sich gegenseitig
    • Nachteil: Wenig Fingergefühl an Schnalle und Reißverschluss
  • Freeride & Skitour

    Hestra Vertical Cut Freeride in Schwarz, Fingerhandschuh aus Leder

    Für Tiefschnee, Aufstieg und Abfahrt.

    • Vorteil: Lange Stulpe für Tiefschnee
    • Vorteil: Dünne Modelle für den Aufstieg
    • Nachteil: Dünne Modelle sind am Sessellift zu kalt
  • Beheizt

    Lenz Heat Glove 6.0 Finger Cap in Schwarz mit Akku am Handgelenk

    Für sehr kalte Tage und Finger, die trotzdem frieren.

    • Vorteil: Heizung in 3 Stufen
    • Vorteil: Je nach Akku bis 10 Stunden auf Stufe 1
    • Nachteil: Höchste Stufe: rund 3 Stunden
    • Nachteil: Die Akkus musst du laden
  • Race

    Level Worldcup CF in Gelb, Blau und Schwarz mit Protektoren auf Fingern und Knöcheln

    Für Training und Rennen an der Torstange.

    • Vorteil: Gepolsterte Knöchel und Finger
    • Vorteil: Außennähte für Gefühl am Stock
    • Nachteil: Polster brauchst du nur an der Torstange
TypEinsatzStark beiGrenze
FäustlingeFrosttage, Kinder, alle mit schnell kalten FingernWärme, weil die Finger beisammen liegenSchnallen und Zipps greifst du ungenauer
Freeride & SkitourGelände, Aufstieg und AbfahrtLange Stulpen fürs Gelände, dünne Modelle für den AufstiegEin dünnes Aufstiegsmodell ist am Sessellift zu kalt
BeheiztSehr kalte Tage, kalte Finger trotz Fäustling3 Heizstufen, je nach Akku bis zu 10 Stunden auf Stufe 1Auf der höchsten Stufe je nach Akku rund 3 Stunden, dann muss er ans Ladegerät
RaceTorlauf-Training und RennenPolster an Knöcheln und Fingern, Außennähte für mehr GefühlDie Polster brauchst du nur im Torlauf. Einzelne Modelle haben keine Membran.
SnowboardBoard, Park, oft mit den Händen im SchneeModelle mit eingebautem HandgelenkschutzDen Schutz hat nicht jedes Modell: Achte auf EN ISO 20320

Wie messe ich meine Handschuhgröße?

So gehst du vor

  1. Umfang nehmen. Das Maßband liegt knapp unter den Fingerknöcheln rund um die Hand. Den Daumen misst du nicht mit.
  2. Länge nehmen. Vom Handgelenk bis zur Spitze des Mittelfingers. Einige Marken fragen nach beiden Maßen.
  3. Mit der Tabelle vergleichen. Größe 8 entspricht rund 20 cm Handumfang. Jede Marke hat ihre eigene Tabelle. Bei Kindern zählt meist das Alter.
  4. Anprobieren. Etwas Luft zwischen Hand und Futter isoliert. Sitzt der Skihandschuh zu eng, wird er kalt. Zwischen zwei Größen ist die größere richtig.

Auf Skitour: zwei Paar. Die Ausrüstungsliste der Alpenverein-Akademie nennt „2 Paar Handschuhe (dick und dünn)“, bei Bedarf Fäustlinge. Das dünne Paar trägst du im Aufstieg, ob im Sellrain oder in den Kitzbüheler Alpen. Das dicke kommt am Gipfel dran. Beides findest du unter Freeride- und Skitourenhandschuhe.

Das Wichtigste im Überblick

  • Für die Piste: wasserdicht und im Wärmelevel Warm.
  • Fäustlinge wärmen mehr, Fingerhandschuhe greifen genauer.
  • Zwischen zwei Größen? Nimm die größere, Luft isoliert.

Häufige Fragen

Person in roter Jacke kniet im Schnee und zieht schwarze beheizbare Handschuhe an, ein rotes Licht zeigt die Heizung an
Je nach Heizstufe und Akku wärmt ein beheizter Skihandschuh rund drei bis zehn Stunden.
Wie trockne ich Skihandschuhe über Nacht?

Häng sie mit den Fingerspitzen nach oben an die Luft. Heizkörper und pralle Sonne sind tabu, das rät Gore für Gore-Tex-Handschuhe. Nimm ein herausnehmbares Futter heraus, dann trocknet beides schneller. Leder reibst du nach dem Trocknen mit Lederbalsam ein.

Darf ich Skihandschuhe waschen?

Ja, aber mit der Hand. Für Gore-Tex-Handschuhe empfiehlt Gore lauwarmes Wasser und wenig Flüssigwaschmittel, keinen Weichspüler und keine Waschmaschine. Lederhandschuhe kommen laut Hestra nie in die Maschine. Flecken gehen mit feuchtem Tuch und fetthaltiger Seife weg.

Wie lange heizen beheizte Skihandschuhe?

Rund drei bis zehn Stunden, je nach Stufe und Akku. Therm-ic gibt für Akkus mit 5.200 mAh bis zu 10 Stunden auf Stufe 1 an, 5 auf Stufe 2 und 3 auf Stufe 3. Schalt deshalb im Lift hinauf und in der Abfahrt zurück. Zu den beheizten Skihandschuhen.

Was bringt ein Innenhandschuh?

Er kann rund 20 Prozent mehr Wärme bringen, sagt der Hersteller Hestra. Der dünne Innenhandschuh, auch Liner genannt, führt Feuchtigkeit von der Haut weg und schützt die Finger, wenn du den Skihandschuh kurz ausziehst. Wichtig: Der Skihandschuh darf damit nicht zu eng werden.

Wie verliere ich am Lift keinen Handschuh?

Mit einem Fangriemen, auch Leash genannt. Das ist eine Schlaufe ums Handgelenk, an der der Skihandschuh hängt, sobald du ihn ausziehst. Viele Modelle haben ihn schon. Zum Nachrüsten findest du ihn beim Skihandschuh-Zubehör.

Stand: Oktober 2026

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