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Skibekleidung

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Skibekleidung von der Unterwäsche bis zur Jacke, dazu Handschuhe und Hauben. Es zählt, wie nass, kalt und schweißtreibend dein Skitag wird.

Ratgeber

Skibekleidung

Zieh dich beim Skifahren in drei Schichten an: Funktionsunterwäsche, die Schweiß weiterleitet, ein Midlayer, der wärmt, und außen Skijacke und Skihose mit mindestens 10.000 mm Wassersäule. Ob Arlberg im Jänner oder Firn am Nassfeld: Du tauschst nur die mittlere Schicht.

Was muss Skibekleidung können?

Skifahrer in dunkler Jacke carvt bei Sonne über eine frisch präparierte Piste, dahinter verschneite Gipfel
Bei Sonne nimmst du eine Schicht heraus, statt in einer dicken Jacke zu schwitzen.
  • Wie viele Schichten trage ich beim Skifahren?

    Drei Schichten

    Mehr dazu

    Drei: Skiunterwäsche auf der Haut, darüber Fleece oder Wolle als Midlayer, außen Skijacke und Skihose. Wird es zu Mittag warm, kommt die mittlere Schicht in den Rucksack.

  • Welche Wassersäule brauchen Skijacke und Skihose?

    10.000 mm

    Mehr dazu

    Für Pistentage genügen 10.000 mm, das ist bei Skibekleidung üblich. Bei Nassschnee und im Tiefschnee sind 20.000 mm die bessere Wahl. Nimm für die Hose denselben Wert: Sie sitzt am nassen Sessellift.

  • Merino oder Synthetik auf der Haut?

    Keine Baumwolle

    Mehr dazu

    Synthetik leitet Schweiß zuverlässig ab und trocknet schnell. Merinowolle wärmt auch feucht und riecht nach mehreren Skitagen kaum. Baumwolle saugt Schweiß auf, ohne ihn abzugeben. Sie scheidet aus.

  • Welcher Midlayer passt unter die Skijacke?

    100er oder 200er Fleece

    Mehr dazu

    Unter eine gefütterte Skijacke passt ein dünnes 100er Fleece, unter eine Shell ein 200er oder eine Isolationsjacke. Die Zahl nennt die Gewichtsklasse: 100 leicht, 200 mittel, 300 schwer.

  • Fäustlinge oder Fingerhandschuhe?

    Fäustlinge sind wärmer

    Mehr dazu

    Fäustlinge wärmen mehr, weil die Finger gemeinsam in einer Luftkammer liegen. Mit Fingerhandschuhen greifst du Stock und Zipp genauer. Dazwischen liegt der Dreifinger-Handschuh.

Welche Schicht macht was?

  • Skiunterwäsche

    Mons Royale Olympus Merino Base Layer 1/4 Zip in Dunkelblau mit schwarzen Einsätzen

    Erste Schicht, direkt auf der Haut.

    • Vorteil: Leitet Schweiß ab
    • Vorteil: Merino wärmt auch feucht
    • Nachteil: Wärmt allein kaum
  • Midlayer & Fleece

    Orage Grizzly Pile Jacket in Camel, Fleecejacke mit Stehkragen

    Zweite Schicht unter Skijacke oder Shell.

    • Vorteil: Wärme, die du an- und ausziehen kannst
    • Nachteil: Hält Wind und Nässe kaum ab
  • Isolationsjacke (Kunstfaser)

    Bogner Fire + Ice York in Neongrün, gesteppte Isolationsjacke mit Kapuze

    Für kalte Lifttage, die Pause und den Gipfel.

    • Vorteil: Wärmt auch feucht
    • Nachteil: Schwerer und größer verpackt als Daune
  • Skijacke und Skihose

    We Norwegians Hammerfest Ski Jacket in Dunkelblau mit Kapuze

    Äußere Schicht für jeden Skitag.

    • Vorteil: Hält Schnee und Wind draußen
    • Vorteil: Schneefang und Belüftung
    • Nachteil: Eine Shell ohne Futter wärmt nicht selbst
SchichtEinsatzStark beiGrenze
SkiunterwäscheDirekt auf der Haut, an jedem SkitagTransportiert Schweiß weg, Merino wärmt auch feuchtAllein zu wenig Wärme
Midlayer & FleeceZwischen Unterwäsche und SkijackeWärme zum An- und AusziehenKaum Schutz vor Wind und Nässe
Isolationsjacken (Kunstfaser)Kalte Lifttage, Pause, GipfelWärmt auch dann, wenn sie feucht wirdSchwerer und größer verpackt als Daune
DaunenjackenTrockene Kälte, HochwinterAm meisten Wärme pro GrammVerliert nass an Wärme
Skijacken und SkihosenAußen, bei jedem WetterWassersäule, Schneefang, BelüftungDie Shell ohne Futter wärmt nicht selbst

Dazu kommen Skihandschuhe, Skisocken und eine dünne Haube unter dem Helm. Einteiler & Schneeanzüge schließen den Spalt zwischen Jacke und Hose. Das zahlt sich im Tiefschnee aus und bei kleinen Kindern.

Was ziehe ich an welchem Skitag an?

Skitourengeherin mit Helm, blau verspiegelter Skibrille, gelber Orage-Jacke und Rucksack vor Wolken und Bergen
Auf Skitour steigst du in dünnen Schichten auf, Isolationsjacke und warme Handschuhe stecken im Rucksack.
Deine SituationUnsere Empfehlung
Wenn du im Jänner am Arlberg oder in Obertauern fährst und am Sessellift schnell frierstNimm eine gefütterte Skijacke, Fäustlinge und einen Schlauchschal. Bei −15 °C und 40 km/h Wind fühlt sich die Luft wie −27 °C an (Windchill).
Wenn du oft bei Plusgraden oder Schneeregen fährst, etwa in tiefen Lagen der Steiermark oder KärntensKommt Nässeschutz vor Futter: Skijacke und Skihose mit 20.000 mm und vollständig getapten Nähten, dazu Handschuhe zum Wechseln.
Wenn du in Tirol oder Salzburg auf Skitour gehstPack, was der Alpenverein in seiner Ausrüstungsliste führt: dünnere Handschuhe für den Aufstieg, warme für die Abfahrt, Reserveunterwäsche und, wer hat, eine leichte Daunenjacke.
Wenn du eine Skiwoche im Jahr bei Schönwetter fährstGenügen Skijacke und Skihose mit 10.000 mm. Die 3-Lagen-Shell mit 20.000 mm spielt ihren Vorteil erst im Gelände und bei Nässe aus.

Die Helmpflicht für Kinder regelt jedes Bundesland selbst. In den meisten gilt sie auf der Piste bis zum 15. Geburtstag, etwa in Salzburg und Niederösterreich. Unter den Helm passt eine dünne Haube oder Sturmhaube, die Kapuze gehört darüber.

Abseits der gesicherten Piste liest du vorher den Lagebericht des Lawinenwarndienstes deines Bundeslandes, für Tirol auf lawinen.report.

Das Wichtigste im Überblick

  • Drei Schichten: Unterwäsche, Midlayer, Jacke und Hose.
  • Für die Piste reichen 10.000 mm Wassersäule.
  • Keine Baumwolle unter die Skihose, sie bleibt nass.

Häufige Fragen

Was ziehe ich unter die Skihose?

Eine lange Funktionsunterhose aus Merino oder Synthetik. Praktisch ist die 3/4-Länge: Sie endet oberhalb des Skischuhs, im Schaft liegt nur die Skisocke. Jeans und Baumwoll-Leggings saugen Schweiß auf und bleiben nass.

Trage ich zwei Paar Skisocken übereinander?

Nein, ein Paar reicht. Skisocken gehen bis unters Knie und liegen glatt an. Zu dicke Socken können nach Herstellerangaben die Durchblutung behindern, zu große werfen Falten und drücken im Schuh. Deshalb sind dünne Skisocken oft die wärmeren.

Wie wasche ich Skibekleidung?

So, wie es am Pflegeetikett steht. Für Gore-Tex gibt der Hersteller 40 °C, wenig Flüssigwaschmittel und keinen Weichspüler an, danach 20 Minuten Trockner. Die Wärme frischt die Imprägnierung (DWR) auf. Merinowäsche kommt getrennt mit Wollwaschmittel in die Maschine.

Reicht eine Regenjacke zum Skifahren?

Für einen einzelnen Tag ja, wenn sie wasserdicht ist und du Fleece darunter trägst. Ihr fehlen Schneefang und Belüftung, der Regenhose die Gamasche am Hosenbein, die den Skischuh abdichtet. Fährst du heuer eine ganze Woche, zahlt sich Skibekleidung aus.

Worauf achte ich bei Skibekleidung für Kinder?

Auf die Größe, die Kapuze und die Hände. Gekauft wird nach Körpergröße in Zentimetern. Die ÖNORM EN 14682 lässt bei Kleidung für Kinder bis 7 Jahre (Größe 134) keine Kordeln an Kapuze und Hals zu. Fäustlinge wärmen mehr als Fingerhandschuhe.

Stand: Oktober 2026

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