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Skijacken, gefüttert oder als Shell zum Schichten. Es zählen Wassersäule, Atmungsaktivität und ob die Jacke wärmt oder die Schicht darunter.

Ratgeber

Skijacken

Eine Skijacke für Pistentage braucht mindestens 10.000 mm Wassersäule, einen Schneefang und Reißverschlüsse zum Lüften. Gefüttert passt, wenn dir am Sessellift kalt wird. Eine Shell passt, wenn du vom Gletscherstart im Herbst bis zum Firn im April dieselbe Jacke tragen willst.

Was muss eine Skijacke können?

Hand öffnet an einer orangefarbenen Helly-Hansen-Skijacke den Belüftungsreißverschluss unter dem Arm
Reißverschlüsse unter den Armen lassen Wärme raus, wenn du schwitzt.
  • Wie viel Wassersäule braucht eine Skijacke?

    10.000 mm

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    10.000 mm genügen auf der Piste. Die Norm für Regenschutzkleidung (EN ISO 24232, davor EN 343) verlangt in ihrer höchsten Klasse rund 2.000 mm. Für Nassschnee und Tiefschnee: 20.000 mm.

  • Was sagt der RET-Wert einer Skijacke?

    Je kleiner, desto besser

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    RET ist der Widerstand eines Stoffs gegen Wasserdampf. Bis 6 gilt als sehr gut, 6 bis 13 als gut, über 20 als ungenügend. Die zweite Zahl in 10K/10K: 10.000 g Wasserdampf je m² in 24 Stunden.

  • Gefütterte Skijacke oder Shell?

    Frierst du am Lift?

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    Wenn ja: gefüttert. Die Jacke wärmt ohne Zusatzschicht. Eine Shell hält nur Wind und Nässe ab. Die Wärme kommt vom Midlayer darunter, also von Fleece oder einer dünnen Isolationsjacke.

  • Daune oder Kunstfaser in der Skijacke?

    Kunstfaser für die Piste

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    Kunstfaser wärmt auch dann, wenn sie feucht wird. Daune bringt mehr Wärme pro Gramm, lässt nass aber nach. Nimm sie für klirrend kalte, trockene Tage im Jänner.

  • Auf welche Details kommt es an?

    Schneefang, Zipp, Kapuze

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    Ein Schneefang, Lüftungszipps unter den Armen, eine helmtaugliche Kapuze und getapte Nähte. Ohne Band über der Naht dringt Wasser durch die Stichlöcher. Praktisch: die Skipasstasche am Ärmel.

Welche Skijacke passt zu dir?

  • Gefütterte Skijacke

    Bogner Fire + Ice Flint-T in Beige, wattierte Skijacke mit Kapuze

    Wärmt sofort, ideal bei vielen Liftfahrten.

    • Vorteil: Wärme ohne Zusatzschicht
    • Vorteil: Mit Kunstfaser auch feucht warm
    • Nachteil: Bei Sonne und Frühjahrsschnee schnell zu warm
  • Hardshell-Skijacke (3 Lagen)

    Armada Haydon 3L Gore-Tex Jacket in Rot, Hardshell mit Kapuze

    Dichte Schale, die Wärme regelt der Midlayer.

    • Vorteil: Leicht und dicht
    • Vorteil: Gut zu schichten
    • Vorteil: Für viele Skitage und wechselndes Wetter
    • Nachteil: Ohne Midlayer kalt am Lift
  • Ski-Daunenjacke

    Oakley Retrofuel Gore-Tex Down Jacket in Braun, gesteppte Daunenjacke mit Kapuze

    Für sehr kalte, trockene Tage.

    • Vorteil: Viel Wärme bei wenig Gewicht
    • Nachteil: Verliert nass an Wärme
    • Nachteil: Zu warm für sportliches Fahren
  • Skitourenjacke

    Klättermusen Brage 2.0 Jacket in Graugrün mit Kapuze

    Für den Aufstieg mit Fellen und die Abfahrt.

    • Vorteil: Leicht und atmungsaktiv
    • Vorteil: Klein verpackt
    • Nachteil: Zu wenig Wärme für lange Liftfahrten
TypEinsatzStark beiGrenze
Gefütterte SkijackePiste, Sessellift, Einkehr auf der HütteSofort warm, mit Kunstfaser auch bei FeuchtigkeitAn sonnigen Frühjahrstagen rasch zu warm
Hardshell-Skijacke (3 Lagen)Vielfahrer, Tiefschnee, WetterumschwungOberstoff, Membran und Innenstoff fest verbunden: leicht, dicht, Platz für SchichtenWärmt nicht selbst
Ski-DaunenjackeTrockene KälteSehr warm bei wenig GewichtLässt nass nach, zu warm bei sportlicher Fahrweise
SkitourenjackeAufstieg und Abfahrt auf TourLeicht, atmungsaktiv, kleines PackmaßAm Sessellift zu dünn
Kinder-SkijackenSkikurs, Piste, RodelnGefüttert, bis Größe 134 ohne Kordeln an der KapuzeZu groß gekauft sitzt der Schneefang nicht

Alle Typen findest du in drei Schnitten. Damen-Skijacken sind an Taille und Schulter schmaler, an der Hüfte weiter. Herren-Skijacken fallen gerader aus und haben längere Ärmel. Passt dir keiner sofort, zieh beide an. Kinder-Skijacken kaufst du nach Körpergröße in Zentimetern.

Welche Skijacke für welchen Skitag?

Skifahrer in orangefarbener Jacke und Hose zieht im Tiefschnee eine Schneefahne hinter sich her
Wer sportlich fährt und schnell schwitzt, schichtet unter einer Hardshell.
Deine SituationUnsere Empfehlung
Wenn du im Jänner in Tirol oder Salzburg lange Sesselbahnen fährstNimm eine gefütterte Skijacke mit hohem Kragen. Bei −10 °C und 50 km/h Wind liegt die gefühlte Temperatur (Windchill) bei −22 °C.
Wenn du heuer schon im Herbst am Gletscher startest und bis in den April fährstNimm eine Hardshell mit Lüftungszipps. Darunter trägst du je nach Tag ein Fleece oder eine dünne Isolationsjacke.
Wenn du oft bei Plusgraden fährst, etwa im März in tieferen Lagen in Kärnten oder der SteiermarkAchte zuerst auf Nässeschutz: 20.000 mm Wassersäule und vollständig getapte Nähte. Futter ist dann zweitrangig.
Wenn du eine Skiwoche im Jahr bei Schönwetter fährstReicht die günstigere Jacke mit 10.000 mm und Kunstfaserfutter. Eine 3-Lagen-Shell mit 20.000 mm spielt ihre Stärke erst im Tiefschnee und bei Sturm aus.

Das Wichtigste im Überblick

  • Für die Piste reichen 10.000 mm, bei Nassschnee 20.000 mm.
  • Wer am Lift friert, nimmt Futter. Wer viel schwitzt, schichtet.
  • Kunstfaser hält auch feucht warm, Daune verliert nass an Wärme.

Häufige Fragen

Kapuze einer orangefarbenen Skijacke über Helm und Skibrille gezogen, Seitenansicht
Mit Helm anprobieren: Die Kapuze muss darüber passen.
Wie wasche ich meine Skijacke?

Bei 40 °C, mit wenig Flüssigwaschmittel und ohne Weichspüler. Das empfiehlt Gore für Gore-Tex-Jacken. Steht am Pflegeetikett etwas anderes, gilt das. Die trockene Jacke kommt dann 20 Minuten im warmen Schonprogramm in den Trockner: Wärme frischt die Imprägnierung (DWR) auf, an der Wasser abperlt.

Wie lang und wie weit soll eine Skijacke sein?

Lang genug, dass sie die Hüfte bedeckt. Die Ärmel reichen bei gestreckten Armen bis zum Handgelenk. Zieh zur Anprobe den Midlayer an und setz den Helm auf. Die Kapuze muss drüberpassen.

Geht Skifahren auch mit einer normalen Winterjacke?

An einem trockenen Tag ja. Auf Dauer fehlen Schneefang und Lüftung, oft auch die Wassersäule. Besser als die Alltagsjacke: eine wasserdichte Hardshell-Regenjacke mit Fleece darunter.

Ersetzt der RECCO-Reflektor in der Skijacke das LVS-Gerät?

Nein. Den passiven Reflektor ortet nur ein Rettungsteam mit Detektor, deine Begleitung nicht. Im freien Gelände brauchst du LVS-Gerät (Lawinenverschütteten-Suchgerät), Schaufel und Sonde. Den Lawinenreport für Tirol gibt es im Winter täglich um 17 Uhr. Andere Bundesländer haben eigene Warndienste.

Was ist bei Kinder-Skijacken wichtig?

Die Kapuze und die Größe. Die ÖNORM EN 14682 sieht für Kinder bis 7 Jahre (Größe 134) keine Kordeln oder Zugbänder an Kapuze und Hals vor. Kauf passend statt auf Zuwachs. Reflektoren und helle Farben helfen, dass man dein Kind auf der Piste sieht.

Stand: Oktober 2026

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