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Skihelme für Damen, Herren und Kinder, mit Visier oder für die Skibrille. Es zählen fester Sitz, die Norm EN 1077 und ob du MIPS möchtest.

Ratgeber

Skihelme

Auf Österreichs Pisten fährt heute fast jeder mit Helm, für Kinder ist er in den meisten Bundesländern Pflicht. Zwei Dinge entscheiden: die Norm EN 1077 und ein Sitz, bei dem sich der Skihelm mit offenem Kinnriemen nicht bewegt.

Was muss ein Skihelm können?

Frau in weißer Jacke rückt auf einer Terrasse vor verschneiten Gipfeln das Visier ihres grauen KASK-Helms zurecht
Das Visier sitzt vor der Brille und klappt am Lift hoch.
  • Welche Norm braucht ein Skihelm?

    EN 1077

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    Die EN 1077. Geprüft wird ein Aufprall mit 5,42 m/s, das sind rund 20 km/h, auch bei −25 °C. Am Prüfkopf darf dabei höchstens das 250-Fache der Erdbeschleunigung wirken.

  • Was unterscheidet Klasse A und B?

    A deckt mehr ab

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    Klasse A schützt eine größere Kopffläche und muss einem spitzen Schlagkörper aus 750 mm standhalten, Klasse B aus 375 mm. Dafür lässt B mehr Luft und Geräusche durch. Für Pistentage genügt B.

  • Zahlt sich MIPS im Skihelm aus?

    10 bis 15 mm Spiel

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    Ja, sofern der Helm damit gleich gut sitzt. Die Gleitschicht lässt den Kopf bei einem schrägen Aufprall 10 bis 15 mm im Helm gleiten und soll Drehkräfte mindern. Sie wiegt laut Mips 20 bis 45 g.

  • Visier oder Skibrille?

    Brillenträger: Visier

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    Mit Korrekturbrille fährst du im Visierhelm bequemer: Das Visier sitzt vor der Brille und klappt in der Gondel hoch. Die Skibrille ist flexibler. Du tauschst Scheibe oder Brille und behältst den Helm.

  • Was verrät das Etikett im Skihelm?

    Größe, Gewicht, Quartal

    Mehr dazu

    Laut EN 1077 stehen am Helm: Norm und Klasse, die Größe als Kopfumfang in cm, das Gewicht auf 50 g gerundet sowie Jahr und Quartal der Herstellung. Damit weißt du auch, wie alt ein Helm ist.

Welcher Skihelm für welchen Einsatz?

  • Helm für die Skibrille

    Sweet Protection Rooster II Mips in Weiß mit schwarzem Muster

    Für Piste und Tiefschnee, die Brille wählst du frei.

    • Vorteil: Leicht
    • Vorteil: Große Auswahl
    • Vorteil: Brille frei wählbar
    • Nachteil: Korrekturbrille braucht eine passende Skibrille
  • Visierhelm

    KASK Chrome Visor in Schwarz mit getöntem Visier

    Für die Piste, vor allem mit Korrekturbrille.

    • Vorteil: Visier sitzt vor der Brille
    • Vorteil: Klappt am Lift hoch
    • Nachteil: Etwas schwerer
    • Nachteil: Scheibenwechsel aufwendiger
  • Skitourenhelm

    Sweet Protection Ascender Mips in Blau mit vielen Lüftungsöffnungen

    Für Skitouren, geprüft nach EN 1077 und EN 12492.

    • Vorteil: Leichte Modelle rund 300 g
    • Vorteil: Viel Belüftung
    • Nachteil: Wenig Polster, am Sessellift schnell kalt
  • Kinder-Skihelm

    Uvex Minimo in Blau

    Für Skikurs und Familie, ab etwa 46 cm Kopfumfang.

    • Vorteil: Kleine Kopfumfänge
    • Vorteil: Oft mit Drehrad
    • Nachteil: Zu groß gekauft rutscht der Helm
    • Nachteil: Jede Saison neu messen
TypEinsatzStark beiGrenze
Skihelm für die SkibrillePiste, Tiefschnee, vom Jänner bis zum FirnLeicht, große Auswahl, Brille frei wählbarÜber einer Korrekturbrille passt nicht jede Skibrille
VisierhelmePiste, besonders mit KorrekturbrilleVisier sitzt vor der Brille, ein Griff und es ist obenEtwas schwerer, die Scheibe wechselst du nicht nebenbei
Rennhelm (Klasse A)Riesentorlauf, Super-G, AbfahrtGrößere Schutzfläche, für FIS-Rennen mit Aufkleber „RH 2013“Du hörst weniger. Am Familienskitag mehr Helm als nötig
SkitourenhelmSkitour, SkihochtourZwei Normen: EN 1077 und EN 12492. Leichte Modelle rund 300 g, viel BelüftungWenig Polster, am Sessellift rasch kalt
Kinder-SkihelmeSkikurs, Familie, RodelnKleine Kopfumfänge ab etwa 46 cm, oft mit DrehradZu groß gekauft rutscht der Helm. Vor jeder Saison messen
Skirennläuferin Lara Colturi mit KASK-Rennhelm und Skibrille streckt einen orangefarbenen Handschuh nach vorn
Rennhelme der Klasse A decken mehr Kopffläche ab als Helme der Klasse B.

Die Größe richtet sich nach dem Kopfumfang, die meisten Skihelme sind Unisex-Modelle. Damen-Skihelme und Herren- und Unisex-Skihelme findest du vorsortiert, Kinder-Skihelme beginnen bei den kleinen Größen. Eine verkratzte Scheibe tauschst du über Ersatzvisiere & Zubehör.

Wie passt du einen Skihelm an?

Fünf Handgriffe bis zum festen Sitz

  1. Kopfumfang messen. Führ das Maßband ein bis zwei Finger breit über den Augenbrauen und oberhalb der Ohren um den Kopf. Das Ergebnis in Zentimetern ist deine Größe.
  2. Gerade aufsetzen. Der Helm sitzt waagrecht. Er rutscht weder in den Nacken noch in die Stirn.
  3. Drehrad schließen. Zieh das Rad am Hinterkopf an, bis der Helm rundherum anliegt. Es dient der Feinabstimmung. Die Größe muss schon passen.
  4. Schütteln. Kinnriemen offen, Kopf schütteln. Bleibt der Helm, wo er ist? Gut.
  5. Riemen und Brille. Riemen zu: Ein Finger hat zwischen Riemen und Kinn Platz. Dann die Skibrille dazu. Sie schließt bündig an den Helm an.

Helmpflicht in Österreich: Sie ist Ländersache. In sieben der neun Bundesländer müssen Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 15. Lebensjahr auf der Piste einen Helm tragen. Tirol und Vorarlberg hatten im Winter 2025/26 kein solches Gesetz.

Das KFV empfiehlt den Helm allen, in jedem Alter. Fährst du nach Südtirol: In Italien gilt seit 1. November 2025 Helmpflicht für alle.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der Helm muss EN 1077 erfüllen, auf der Piste reicht Klasse B.
  • Bei offenem Kinnriemen darf sich der Helm nicht bewegen.
  • Nach jedem harten Sturz den Helm ersetzen.

Häufige Fragen

Wann gehört ein Skihelm getauscht?

Nach einem harten Sturz oder Schlag sofort, auch wenn du keinen Schaden siehst. So steht es auch in der Norm EN 1077. Ansonsten nach Herstellerangabe: Uvex nennt drei bis fünf Jahre ab dem ersten Gebrauch, höchstens acht Jahre ab Herstellung.

Reicht der Radhelm zum Skifahren?

Nein. Radhelme sind nach EN 1078 geprüft, einer eigenen Norm. Die Skihelm-Norm EN 1077 prüft die Dämpfung auch bei −25 °C und den Schutz gegen einen spitzen Schlagkörper, wie ihn Skistock oder Ast darstellen. Auf italienischen Pisten ist ein Helm nach EN 1077 vorgeschrieben.

Passt eine Haube unter den Skihelm?

Eine dünne Sturmhaube ja, eine dicke Strickhaube nein. Der Helm soll den Kopf spürbar umschließen, sonst verrutscht er. Bei Kälte schließt du zuerst die Belüftung und ziehst ein Schlauchtuch über Kinn und Nacken.

Wie pflege ich einen Skihelm?

Die Schale reinigst du mit lauwarmem Seifenwasser und einem weichen Tuch. Herausnehmbare Polster dürfen laut Uvex bei 30 °C in die Waschmaschine. Aufbewahrt wird der Helm trocken, kühl und dunkel, nicht auf der Hutablage im Auto.

Stand: Oktober 2026

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