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Skibrillen für Damen, Herren und Kinder plus Ersatzscheiben. Es zählen Schutzstufe (S1 bis S3), Helmsitz und Platz für deine Brille.

Ratgeber

Skibrillen

Mit einer Skibrille der Schutzstufe S2 bist du an den meisten Skitagen richtig: Die Scheibe lässt 18 bis 43 % des Lichts durch. Sie muss ohne Spalt an deinen Helm anschließen. Für Schneefall und für den Gletscher zahlt sich eine zweite Scheibe aus.

Welche Skibrille passt zu mir?

Freerider mit hellem KASK-Helm und gelb verspiegelter Skibrille in einer Gletscher-Eishöhle, dahinter eine zweite Person mit Helm
Fährst du oft bei Schneefall oder auf dem Gletscher, kommt eine zweite Scheibe dazu.
  • Welche Schutzstufe brauche ich?

    S2: 18–43 % Licht

    Mehr dazu

    S2 für Sonne und Wolken im Wechsel. S1 (43 bis 80 %) nimmst du bei Nebel und Schneefall, S3 (8 bis 18 %) bei wolkenlosem Himmel. Die Norm dazu heißt EN ISO 18527-1, früher EN 174.

  • Hat eine helle Scheibe UV-Schutz?

    Ja, mit UV400

    Mehr dazu

    Ja, sofern UV400 angegeben ist. Die Tönung bestimmt nur, wie hell du siehst. Je 1.000 Höhenmeter nimmt die UV-Strahlung laut WHO um rund 10 % zu, frischer Schnee verdoppelt die Belastung beinahe.

  • Was hilft gegen Beschlagen?

    Doppelscheibe

    Mehr dazu

    Eine Doppelscheibe mit Beschichtung innen. Das Luftpolster zwischen den Scheiben wirkt wie bei einem Doppelfenster. Die nasse Innenseite nie abreiben, sonst löst sich die Beschichtung.

  • Geht das mit optischer Brille?

    Nur OTG-Modelle

    Mehr dazu

    Ja, mit einem OTG-Modell, kurz für „Over the Glasses“. Es ist tiefer gebaut, der Schaumstoff hat Aussparungen für die Bügel. Nimm deine Brille zum Anprobieren mit.

  • Zylindrisch oder sphärisch?

    Sphärisch: mehr Sicht

    Mehr dazu

    Eine sphärische Scheibe ist seitlich und in der Höhe gewölbt und gibt nach oben und unten mehr Sicht frei. Eine zylindrische ist nur seitlich gebogen. Mit der Schutzstufe hat die Form nichts zu tun.

Die Scheiben im Vergleich

  • S1 (43–80 % Licht)

    Anon-Ersatzscheibe Perceive Cloudy Burst mit bernsteinfarbener Tönung und der Aufschrift S1

    Für Nebel, Schneefall und Dämmerung.

    • Vorteil: Zeigt Konturen bei flachem Licht
    • Vorteil: Meist gelb, orange oder rosa getönt
    • Nachteil: Blendet bei Sonne
  • S2 (18–43 % Licht)

    Smith Blazer mit dunkelrotem Rahmen und rosé verspiegelter Scheibe

    Für Sonne und Wolken im Wechsel.

    • Vorteil: Eine Scheibe für die meisten Skitage
    • Nachteil: Bei dichtem Schneefall zu dunkel
  • S3 (8–18 % Licht)

    Uvex Blast mit schwarzem Rahmen und violett verspiegelter Scheibe

    Für wolkenlosen Himmel und den Gletscher.

    • Vorteil: Blendschutz in großer Höhe
    • Nachteil: Im Schatten und bei Nebel zu dunkel
  • Photochrom

    Uvex Victorious mit schwarzem Rahmen und silbern verspiegelter, selbsttönender Scheibe

    Tönt sich selbst, je nach Modell von S1 bis S3.

    • Vorteil: Für wechselhaftes Wetter
    • Nachteil: Keine klare Scheibe (S0) fürs Nachtskifahren
TypEinsatzStark beiGrenze
S1 (43–80 % Licht)Nebel, Schneefall, letzte AbfahrtKontrast bei flachem Licht, oft gelb, orange oder rosablendet, sobald die Sonne herauskommt
S2 (18–43 % Licht)wechselnd bewölkteine Scheibe für fast jeden Skitagim dichten Schneetreiben zu dunkel
S3 (8–18 % Licht)Sonne, Gletscher, FrühjahrBlendschutz am Gletscherim Wald und im Schatten zu dunkel
PhotochromWetter, das mehrmals am Tag umschlägtpasst die Tönung selbst an, je nach Modell S1 bis S3keine klare Scheibe (S0) fürs Nachtskifahren
Ersatzscheibezweite Stufe für dieselbe BrilleWechsel in Sekunden, oft mit Magnetenpasst nur zum jeweiligen Modell

Der Großteil der Modelle steht unter Skibrillen für Herren und Unisex. Damen-Skibrillen sind schmäler geschnitten, Kinder-Skibrillen kleiner und auf Kinderhelme abgestimmt. Eine zweite Scheibe gibt es unter Ersatzscheiben und Zubehör.

Wie sitzt die Skibrille richtig?

Lächelnder Mann mit schwarzem Smith-Helm und rot-orange verspiegelter Skibrille, der Rahmen liegt ohne Spalt am Helm an
Zwischen Helmkante und Rahmen bleibt kein Spalt.

In vier Schritten

  1. Helm zuerst. Probier die Skibrille immer mit deinem Helm. Rahmen und Helmkante schließen ohne Spalt ab. Das gilt auch für Kinder.
  2. Auflage prüfen. Der Schaumstoff liegt überall an, die Nase bleibt frei von Druck. Kommt unten Luft herein, passt die Form nicht zu deinem Gesicht.
  3. Band richten. Das Band gehört außen über den Helm, waagrecht. Die Silikonstreifen innen verhindern, dass es auf der Schale rutscht.
  4. Nicht auf die Stirn. Lass die Skibrille im Gesicht, auch in der Gondel. Auf Stirn oder Helm wird sie innen feucht und läuft an, schreibt Sweet Protection.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit und die AUVA raten bei Nebel zu gelben oder orangen Scheiben, weil sie die Umgebung kontrastreicher zeigen, und bei Sonnenschein davon ab.

In den meisten Bundesländern, etwa in Salzburg, Kärnten und der Steiermark, tragen Kinder bis zum 15. Geburtstag auf der Piste verpflichtend Helm. Die Kinder-Skibrille kaufst du deshalb gleich mit dem Helm.

Das Wichtigste im Überblick

  • Für die meisten Skitage reicht eine S2-Scheibe.
  • Vor UV schützt UV400, die Tönung regelt nur die Helligkeit.
  • Mit Helm anprobieren: Zum Rahmen bleibt kein Spalt.

Häufige Fragen

Was heißt VLT bei einer Skibrille?

VLT ist die Abkürzung für „Visible Light Transmission“: der Anteil des sichtbaren Lichts, den die Scheibe durchlässt, in Prozent. Ein niedriger Wert bedeutet eine dunkle Scheibe. 30 % VLT fallen in die Schutzstufe S2, 12 % in S3.

Warum läuft meine Skibrille trotzdem an?

Weil die feuchte Luft nicht hinauskann. Oft steckt Schnee in den Lüftungsschlitzen, oder die Brille lag auf der nassen Haube. Schnee herausklopfen, Feuchtigkeit mit dem Brillenbeutel abtupfen, weiterfahren. Der Fahrtwind erledigt den Rest.

Lohnt sich eine polarisierte Scheibe?

Nur bedingt. Sie filtert das Licht, das der Schnee spiegelt, und blendet weniger. Eisplatten siehst du damit aber schlechter. Bist du oft auf eisigen Pisten unterwegs, nimm eine Scheibe ohne Polarisation.

Reicht eine Skibrille mit fester Scheibe?

Ja, für eine Skiwoche im Jahr reicht eine Skibrille mit fester S2-Doppelscheibe. Bist du viele Tage im Winter und bei jedem Wetter am Berg, zahlt sich eine Wechselscheibe oder eine photochrome Scheibe aus.

Wie putze ich die Skibrille?

Außen mit dem Mikrofaserbeutel, wenn nötig mit Wasser und milder Seife, danach trocken tupfen. Innen nur tupfen, nicht reiben und keinen Reiniger verwenden. Zum Trocknen an die Luft legen, nicht auf den Heizkörper.

Stand: Oktober 2026

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