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Weltcup-Auftakt · 24. und 25. Oktober

So war Sölden

Zwei Riesenslaloms am Rettenbachferner, beide um eine Hundertstel entschieden. Erst die Story, danach die Ergebnisse, die Aufholer und was die Schnellsten tragen.

Gletscherhang am Rettenbachferner bei Nacht
© Ötztal Tourismus, Aria Sadr-Salek

Am 24. und 25. Oktober hat der alpine Weltcup in Sölden begonnen, mit zwei Riesenslaloms am Rettenbachferner. Hier läuft das Wochenende in gut anderthalb Minuten ab: mit Ton von selbst, ohne Ton beim Scrollen.

Freitag, spätabends. Über dem Ötztal schneit es. Auf der Rennpiste am Rettenbachferner wächst über Nacht eine weiche Schicht Neuschnee.

Frisch präparierte Kordpiste am Morgen, dahinter verschneite Gipfel
© Ötztal Tourismus, Christoph Nösig

Samstagmorgen. Nach dem Neuschnee beginnt der erste Lauf der Damen eine halbe Stunde später. Der Start liegt auf 2.935 Metern, gleich danach fällt der Hang mit bis zu 68 Prozent Gefälle weg.

Die Weltcup-Strecke am Rettenbachferner in der 3D-Ansicht
Gelände: Land Tirol, data.tirol.gv.at · Luftbild: basemap.at

Nach dem ersten Lauf führt Mikaela Shiffrin in 1:07,27. Paula Moltzan liegt als Fünfte 0,59 Sekunden zurück.

Im zweiten Lauf zieht es zu. Das Licht wird flach, die Wellen im Schnee sind kaum noch zu sehen. Moltzan startet vor den Führenden und fährt 1:06,96.

Dann kommt Lara Colturi ins Ziel. Ihre Gesamtzeit: 2:14,83, eine Hundertstel langsamer als Moltzan. Bei Renntempo sind das 17 bis 19 Zentimeter.

Frisch präparierte Kordpiste am Morgen, dahinter verschneite Gipfel
© Ötztal Tourismus, Christoph Nösig

Shiffrin fällt mit dem zweiten Lauf auf Platz sieben zurück, Emma Aicher wird mit 22 Jahren Dritte. Für Moltzan ist es im 149. Weltcuprennen der erste Sieg, als erste Frau auf Ski von Van Deer.

Skifahrer auf der Gletscherpiste, dahinter ein Felsgipfel
© Ötztal Tourismus, Aria Sadr-Salek

Sonntag. Sturmböen fegen über den Gletscher. Oben ist es zu gefährlich, die Herren starten vom tiefer gelegenen Reservestart. Die Strecke wird kürzer, Fehler kosten mehr.

Die Weltcup-Strecke am Rettenbachferner in der 3D-Ansicht
Gelände: Land Tirol, data.tirol.gv.at · Luftbild: basemap.at

Lucas Pinheiro Braathen fährt zweimal fast gleich schnell, 52,40 und 52,32 Sekunden. 2020 hat er in Sölden noch für Norwegen gewonnen, jetzt gewinnt er für Brasilien.

Um Platz zwei fahren zwei Schweizer. Loïc Meillard ist 0,48 Sekunden zurück, Marco Odermatt 0,49. Wieder entscheidet eine Hundertstel.

Gletscherhang am Rettenbachferner in der Abenddämmerung
© Ötztal Tourismus, Aria Sadr-Salek

Am Abend wird es still im Zielraum. Weiter geht der Weltcup am 14. und 15. November mit den Slaloms in Levi, eine Woche später in Gurgl, ganz hinten im Ötztal.

Endstand · Riesenslalom Damen

Die ersten zehn

  1. 1Paula MoltzanUSA2:14,82
  2. 2Lara ColturiALB+0,01
  3. 3Emma AicherGER+0,52
  4. 4Sara HectorSWE+0,63
  5. 5Asja ZenereITA+0,72
  6. 6Camille RastSUI+0,81
  7. 7Mikaela ShiffrinUSA+0,83
  8. 8Alice RobinsonNZL+1,01
  9. 9Maryna Gasienica-DanielPOL+1,12
  10. 9Franziska GritschAUT+1,12

Shiffrin führte nach dem ersten Lauf in 1:07,27, Moltzan lag als Fünfte 0,59 Sekunden zurück.

Endstand · Riesenslalom Herren

Die ersten zehn

  1. 1Lucas Pinheiro BraathenBRA1:44,72
  2. 2Loïc MeillardSUI+0,48
  3. 3Marco OdermattSUI+0,49
  4. 4River RadamusUSA+0,82
  5. 5Raphael HaaserAUT+0,86
  6. 6Fabian GratzGER+0,95
  7. 7Alex VinatzerITA+1,08
  8. 8Eirik Hystad SolbergNOR+1,09
  9. 9Léo AnguenotFRA+1,10
  10. 10Patrick FeursteinAUT+1,11

Gestartet wurde wegen Sturmböen vom Reservestart. Braathen fuhr 52,40 und 52,32.

Zweiter Lauf

Die Aufholer

  • Maryna Gasienica-Daniel1:06,16Schnellste im zweiten Lauf, am Ende Neunte
  • Raphael Haaser51,90Schnellster im zweiten Lauf, am Ende Fünfter

Am Start getragen

Was die Schnellsten tragen

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